(r/ww). Den Kindergarten für den eigenen Nachwuchs suchen Eltern in der Regel sehr bewusst aus. Doch viele Mütter und Väter vergessen, dass ihnen auch vor der Einschulung verschiedene Optionen offen stehen. Eine Möglichkeit ist die Montessori-Grundschule in Rotenburg. Deren Leiterin Ulrike Hammer stellt die Einrichtung am Mittwoch, 7. März, ab 20 Uhr der interessierten Öffentlichkeit vor.
Die Schule am Kiebitzweg wird von einer Elterninitiative getragen, dem Verein Montessori Rotenburg. Der unterhält gleich nebenan auch das Kinderhaus für Zweieinhalb- bis Sechsjährige. Dort haben die meisten Schüler der Montessori-Grundschule vor der Einschulung Erfahrungen mit der Montessori-Pädagogik gesammelt. Gleichwohl werden in der Schule externe Mädchen und Jungen, also welche aus umliegenden kommunalen Kindergärten, sehr wohl als Bereicherung empfunden. Auch sie sind in der Montessori-Schule willkommen. Aber wie sieht der Alltag dort eigentlich aus? Was unterscheidet die tägliche Arbeit nach den Prinzipien Maria Montessoris von der in anderen Grundschulen? Darüber will Hammer im Rahmen des Info-Abends aufklären. Die Veranstaltung findet in der Schule statt und wird Gelegenheit bieten, einige der speziellen Arbeitsmaterialien und -methoden kennenzulernen, die die Montessori-Pädagogik kennzeichnen. "Maria Montessori hat Kinder genau beobachtet und erkannt, dass die Entwicklung des menschlichen Geistes vor allem durch die Eigentätigkeit des Individuums geschieht – in handgreiflicher Auseinandersetzung mit den Dingen seiner Umwelt“, erklärt die Schulleiterin. Demnach ist es für Kinder wichtig, dass sie mit ihren Sinnen Eindrücke absorbieren, während sie mit den Händen tätig sind, und so Begriffe und Ideen aufbauen, mit dem Verstand verarbeiten und abstrahieren. "Diejenigen, denen solch aufbauende Tätigkeit ermöglicht wird, entwickeln eine ungewöhnliche Fähigkeit zu Konzentration, Ausdauer und Freude an der Arbeit“, weiß die erfahrene Pädagogin, die die Rotenburger Montessori-Schule vor neun Jahren mit aufgebaut hat. Im Rahmen des Info-Abends stehen zudem Vorstandsmitglieder und Eltern des Trägervereins für Fragen zur Verfügung. Wer Näheres über Vereinsstruktur, Kosten der Beschulung und das geforderte Engagement der Mitglieder erfahren möchte, dem wird ebenfalls geholfen.