Sittensen (mey). Volles Haus beim Neujahrsempfang der Gemeinde Sittensen, der in traditioneller Weise am ersten Tag des neuen Jahres um 17 Uhr in der Wassermühle stattfindet. Funktionsträger aus Politik, Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Vereinen und Institutionen stießen in zwangloser Runde gut gelaunt auf ein erfolgreiches 2016 an.
„Wir wollen hier keine großen Reden schwingen, sondern miteinander schnacken, umrahmt von den schönen Impressionen aus Hamersen, die hier in einer Sonderausstellung zu sehen sind“, gab denn auch Bürgermeister Heinz-Hermann Evers in seiner kurzen Ansprache zu verstehen.
„Vom alten Jahr wollen wir nichts mehr erzählen, das ist gewesen. Das Thema Flüchtlinge wird uns aber nach wie vor begleiten. Von einer Krise möchte ich indes nicht sprechen. Wir haben diese Menschen und werden sie auch unterbringen, da finden wir Wege“, verdeutlichte Evers. Einzig den Straßenbau sprach er noch an, denn der birgt derzeit Anlass für etliche Diskussionen, insbesondere bei betroffenen Anliegern, die sich kritisch zu Wort melden. „Die Kurze Straße ist fast fertig und richtig gut geworden. Die Königshofallee gehen wir nun in diesem Jahr an“, führte der Bürgermeister aus. Er freute sich, aus den Reihen der Gäste einen Mann ehren zu dürfen, der sich mit seinem ehrenamtlichen Einsatz um die Gemeinde Sittensen verdient gemacht hat: Friedhelm Kaiser aus Sittensen, passionierter Naturschützer und Heimatkundler. Evers würdigte seinen Einsatz, vor allem hob er seinen unermüdlichen Dienst im Handwerkermuseum hervor. „Friedhelm ist immer da, wenn jemand gebraucht wird und springt auch dann ein, wenn alle anderen nicht können. Daher haben wir im Rat beschlossen, ihm eine Ehrung zukommen zu lassen“, wandte er sich lobend an den 82-Jährigen und überreichte ihm feierlich die Dionysius-Medaille. „Ich mache das gern. Das ist mein Hobby und hält mich in Gang. Außerdem gebe ich mein Wissen gerne weiter. Solange ich kann, werde ich gern weitermachen. Gut wäre es aber, wenn wir auch jüngere Leute dafür begeistern könnten“, ließ noch Kaiser wissen und nahm die Glückwünsche der übrigen Gäste sichtlich stolz entgegen.