Marmoush weg: Schließt Hugo Ekitiké die große Eintracht-Lücke?

Omar Marmoush hat sich für Manchester City entschieden. Wird Hugo Ekitiké der erwartete nächste Star bei Eintracht Frankfurt?

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat am Freitagabend einen großen Sieg im Heimspiel gegen Borussia Dortmund gefeiert. Die Hessen ließen sich von den ganzen Begleiterscheinungen rund um den bevorstehenden Abgang von Omar Marmoush nicht aus der Ruhe bringen und gewannen am Ende durchaus verdient mit 2:0 (1:0). Dosenöffner und Matchwinner war der Mann, der ab sofort deutlich stärker in den Fokus rücken wird: Hugo Ekitiké.

Ekitiké traurig nach Marmoush-Abgang

Der zeigte nach dem Abpfiff im Gespräch mit ESPN zunächst Emotionen: „Ich bin etwas traurig. Ich verliere mit Omar meinen ‚Partner in Crime‘. Er hat es verdient, zu einem Topklub zu wechseln.“ Es waren bewegende Momente, als Marmoush nach dem Abpfiff der Partie doch im Stadion auftauchte (am späten Nachmittag gegen 17 Uhr änderte sich der ursprünglich Plan, nicht ins Stadion zu kommen, da noch Dokumente aus England fehlten) und minutenlang von Mannschaft und Anhang in Gänsehautatmosphäre gefeiert wurde.

Doch damit kommt ein Schloss hinter eine Erfolgsstory, die dem Klub nach fussball.news-Informationen eine Ablösesumme bescheren kann, die sogar etwas über dem bislang genannten Paket (75 Millionen Euro Sockelbetrag mitsamt fünf Millionen Euro Boni) liegt. Aber das ist, sobald der Deal finalisiert ist, Zukunftsmusik. Der Blick der Eintracht richtet sich bereits wieder auf das Hier und Jetzt.

Dosenöffner: Ekitiké übernimmt Verantwortung

Und zwar vor allem auf Ekitiké. Der übernahm im Duell gegen Dortmund sofort Verantwortung. In der 18. Minute zog Rasmus Kristensen zunächst noch tief in der eigenen Hälfte von der rechten Seite in die Mitte und fand Ekitiké, der den Dänen sofort steil in den völlig freien Raum Richtung Grundlinie schickte. Und der Franzose, der mit 33,9 km/h den schnellsten Sprint des Abends hinlegte, zog sofort voll durch und war in der Mitte Empfänger und Verwerter der präzisen Hereingabe von Kristensen. Ein doppelter Doppelpass auf höchstem Niveau überrumpelte die Defensive des BVB und zeigte die Klasse der Frankfurter.

„Es war eine gute Flanke von Rasmus. Ich habe mich im Strafraum gut freigelaufen und abgeschlossen. Es war zwar nicht mein schwierigstes Tor, aber es hat mir gut gefallen“, so der 22-Jährige. Ekitiké eröffnete zum fünften Mal mit dem 1:0 eine Partie - so oft wie kein anderer Akteur in der Bundesliga. Er hätte in Minute 34 sogar erhöhen können, doch diesmal zielte er nach starkem Anspiel von Ansgar Knauff knapp über die Latte.

Krösche-Lob für Ekitiké

Sportvorstand Markus Krösche lobte Ekitiké: „Das war eine gute Leistung. Er hat sein Tor gemacht und viel für das Team gearbeitet.“ Der einzige Makel: Im zweiten Durchgang ist es auch ihm nicht mehr gelungen, für dringend benötigte Entlastung zu sorgen. Die Eintracht konnte daher nach Dauerbelagerung des BVB erst tief in der Nachspielzeit aufatmen, als Oscar Höjlund die Partie mit seinem Debüttreffer endgültig entschied.

Für die Hessen endete die erste englische Woche des Jahres nach emotionalen Marmoush-Tagen mit der vollen Punktzahl. Die Frankfurter setzen sich mit diesen neun Punkten im Gepäck ganz oben fest. Und Ekitiké hat nach 17 Partien schon neun Treffern und drei Vorlagen auf dem Konto. Er stand trotz dieser bemerkenswerten Zahlen oftmals im Schatten von Marmoush. Ekitiké jedenfalls zeigt, dass er bereit ist, die große Lücke auf seine eigene Art und Weise - etwas weniger dynamisch, dafür fußballerisch etwas eleganter und noch einen Tick talentierter - zu schließen.

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