Die 'Null-Punkte-Woche' verdeutlicht Gladbachs neue Realität

Auf den sozialen Plattformen hagelte es vermehrt Kritik an Borussia Mönchengladbach. Die Englische Woche zeigt jedoch die ungeschminkte Realität.

Mönchengladbach – Im Stadion bleibt der Zusammenhalt zwischen Fans und Spielern von Borussia Mönchengladbach ungebrochen. Der Diskurs in den sozialen Medien ist dagegen von einer kritischeren Stimmung geprägt.

Gladbach erhält von den Fans nicht nur Lob

Seit der 1:5-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Dienstag sind Frust und Ärger zu spüren, beides nach dem 1:3 gegen Bayer Leverkusen am Samstag umso intensiver. Hinzu kommt die knappe Niederlage gegen den FC Bayern in der Vorwoche (0:1), die bereits auf einen punktlosen Auftakt ins Jahr 2025 hingedeutet hat.

Mittlerweile dürfte auch im kritischen Teil des Fan-Umfelds die Botschaft angekommen sein, die die Verantwortlichen in der jüngeren Vergangenheit mehrfach übermittelt haben. Die Realität sieht in der Saison 2024/25 so aus, dass Borussia imstande ist, ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen und in 50:50-Duellen mit der unmittelbaren Konkurrenz mehr Durchschlagskraft und Biss zu zeigen als im Vorjahr. Jedoch reicht die Qualität nicht aus, um die Top-Mannschaften zu ärgern.

Aus den bisherigen Spielen gegen die Top-Sechs sammelte Gladbach zwei Punkte, auf ein 1:1 gegen Mainz 05 am 25. Oktober folgte ein 0:0 gegen RB Leipzig am 9. November. Tabellenplatz elf ist ein Spiegelbild der Entwicklung, die im Vergleich zur vergangenen Spielzeit als positiv zu werten ist und gleichzeitig einen kleineren Schritt darstellt, als von manchem Fan erhofft.

Virkus: „Es ist kein Beinbruch“

Die Aussagen von Roland Virkus nach dem Abpfiff in Leverkusen unterstreichen die Realität, in der sich Borussia befindet. „Es ist kein Beinbruch. Wir haben gesagt, dass die ersten drei Spiele sehr schwer sind“, zitiert die Rheinische Post den Sport-Geschäftsführer, der betonte: „Wolfsburg war sicherlich ein Spiel, mit dem wir nicht zufrieden sein können. Das war ein Ausreißer. Du bist mit einer Niederlage nicht zufrieden, aber es geht um die Art und Weise. Und die war gegen die beiden Topmannschaften Bayern und Bayer nicht gut, aber in Ordnung.“

Die Phase bis zur Länderspielpause im März ist in mehrere Abschnitte zu unterteilen. Gegen den VfL Bochum gilt ein Sieg als Pflicht, gegen den VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt wären Punkte eine Überraschung. Union Berlin, den FC Augsburg und den 1. FC Heidenheim gilt es angesichts der Entwicklung der vergangenen Monate zu schlagen. Ob ein Sieg gegen Mainz 05 herausspringt, hängt davon ab, wie sich die Rheinhessen nach zwei Niederlagen in Folge entwickeln werden – und in Spielen gegen Werder Bremen ist traditionell alles möglich.

In sechs der acht kommenden Bundesligapartien sind Punkte und Siege drin. Um welche Endplatzierung Gladbach im letzten Saisondrittel konkurrieren wird, hängt davon ab, wie erfolgreich Gerardo Seoane und die Seinen agieren werden. „Die Fans können gut einordnen, dass es keine einfache Woche für uns war. Aber jetzt sind wir wieder dran“, blickte Robin Hack auf das Heimspiel gegen Bochum (25. Januar) voraus: „Wir müssen Punkte holen und zeigen, dass die Fans uns zu Recht feiern.“ Denn der Großteil weiß die neue Realität einzuordnen.

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