Das Fehlen von Franck Honorat ist bei Borussia Mönchengladbach deutlich zu spüren. Offensichtlich müssen die Fohlen eine Weile ohne ihn auskommen.
Mönchengladbach – Dass jede Fußballmannschaft verletzungsbedingte Ausfälle nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren kann, liegt auf der Hand. Borussia Mönchengladbach ist auf manchen Positionen allerdings empfindlicher aufgestellt.
Honorat fehlt Gladbach länger als angenommen
Die Fußverletzung von Franck Honorat stellt für die Fohlen ein Problem dar. Ohne den Franzosen fehlen auf der rechten Außenbahn Tempo, Tiefgang und Durchschlagskraft. Die Niederlagen gegen den FC Bayern (0:1), VfL Wolfsburg (1:5) und Bayer Leverkusen (1:3) kamen nicht ausschließlich, aber doch auch wegen Honorats Ausfall zustande.
Die Hoffnung auf eine zeitnahe Rückkehr dürfte bei allen Beteiligten groß gewesen sein. Dann allerdings berichtete die Bild-Zeitung, mannschaftsintern werde über einen Fußbruch spekuliert. Nachdem Gerardo Seoane am Donnerstag angedeutet hatte, länger auf Honorat verzichten zu müssen, sprach Sport-Geschäftsführer Roland Virkus nach dem Abpfiff in Leverkusen Klartext.
„Es ist eine Fußverletzung, eine Fissur am Außenfuß, ein Haarriss. Das dauert halt“, zitiert die Rheinische Post Virkus, der keine Hoffnung auf ein baldiges Comeback schürte: „Er wird länger ausfallen, das ist Fakt. Wie lange er ausfällt, das kann ich nicht sagen, es ist Spekulation. Also sicherlich auch gegen den VfL Bochum und danach die Woche beim VfB Stuttgart wird er ausfallen.“
Gladbach könne „nicht sagen, ob er acht Wochen ausfällt oder sieben oder wie lange“, so Virkus, „es ist die Frage, wie der Knochen zusammenwächst.“
Virkus spricht Ngoumou Vertrauen aus
Für Borussia ist diese Nachricht ein herber Schlag, „Tiefe über Franck ist eine ganz wichtige Geschichte in unserem Spiel“, weiß Virkus. Seoane stehen mehrere Alternativen zur Verfügung, gefruchtet haben die Ideen zum Jahresauftakt aber nur bedingt.
So kann Tomáš Čvančara die Lücke schließen, zudem sind Robin Hack und Alassane Pléa notfalls auf der rechten Außenbahn einsetzbar. Der offensichtlichste Kandidat für diese Position ist Nathan Ngoumou, der bis zuletzt selbst ausgefallen ist. „Wenn Nathan wieder dabei ist“, sagte Virkus, „können wir eine Phase von drei oder vier Wochen überbrücken.“
Ein vorzeitiger Abgang des 24-jährigen Franzosen ist somit vom Tisch. In Bezug auf kursierende Spekulationen erläuterte Virkus gemäß der Zeitung, es gebe keine Anfragen anderer Klubs. Und da Ngoumou einer der wenigen Tempospieler im Kader ist, kann sich Borussia einen Abgang kaum erlauben, solange Honorat ausfällt. Erst im Sommer dürfte sich die Personalkonstellation verändern - dann benötigt es allerdings mehrere Transfers für mehr Flügelpower.