Wie viel Rente könnte es eines Tages für Sie geben? Wer es wissen will, sollte diese drei Zahlen auf der Renteninformation gut lesen – was Sie dazu wissen sollten.
Wie hoch wird die eigene Rente später ausfallen? Zentrale Angaben darüber finden Beschäftigte in der Renteninformation, die sie regelmäßig zugeschickt bekommen und die mit zwei Seiten relativ knapp gehalten ist. Die wichtigsten Zahlen stehen auf der ersten Seite in einem Kasten.
Renteninformation: Das sagen die drei Kennzahlen über die Rente
An erster Stelle steht, wie hoch eine Erwerbsminderungsrente aktuell ausfallen würde, heißt es in einem früheren Bericht auf BR.de zum Thema. Der Rentenberater Thomas Büttner von der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd weise jedoch darauf hin, dass diese Rente nur gezahlt wird, wenn jemand gesundheitlich so eingeschränkt ist, dass sich auf dem Arbeitsmarkt überhaupt nichts mehr finden lässt. „Einen Berufsschutz gibt es seit dem Jahr 2001 nicht mehr“, erklärte der Experte damals dem Portal zufolge. Verbraucherschützer würden daher empfehlen, sich gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit privat abzusichern.
Anhand der zweiten Ziffer lässt sich dem Bericht zufolge herleiten, wie hoch die Renten-Ansprüche aktuell sind – gemeint ist der Zeitpunkt, an dem die Renteninformation verschickt wurde. Vor allem für Beschäftigte, die sich zum Beispiel überlegen, sich selbständig zu machen, könne diese Zahl interessant sein. Denn auch, wenn Sie nach einem Wechsel nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten, bleibe dieser Anspruch erhalten.
Dritte Ziffer in Renteninformation am interessantesten
Die dritte Ziffer sollten sich Beschäftigte zudem ganz genau anschauen. Dort kann man ablesen, wie hoch die monatliche Rente sein dürfte, die man im Alter erwarten kann. Der Rentenberater schränke zwar ein, dass sich diese Zahl durch Gesetzesänderungen verändern könne, schilderte BR.de, aber sie komme ziemlich nahe an das heran, was ab dem Renteneintritt monatlich überwiesen wird.
Diese verschiedenen Szenarien gibt die Rentenversicherung
Da die Rente jedes Jahr angepasst wird, zeige die Renteninformation zudem zwei Rechenbeispiele, heißt es weiter in dem genannten Bericht, die zeigen sollen, wie weit der tatsächliche Zahlbetrag bis zum Renteneintritt steigen könnte – mit einem Steigerungssatz von einem Prozent und mit einem Steigerungssatz von zwei Prozent. Dem Rentenberater zufolge sei diese Bandbreite über einen längeren Zeitraum durchaus realistisch.
Ansprüche bei Frührente müssen Versicherte bei Rentenkasse selbst erfragen
Gleichzeitig weise die Rentenversicherung in dem Infoschreiben darauf hin, dass die Kaufkraft durch steigende Lebenshaltungskosten geschmälert wird, so das Portal. Auf Seite zwei gebe es ein entsprechendes Rechenbeispiel, das die Zahl der Jahre bis zum Renteneintritt mit berücksichtige. Nicht vergessen sollten Versicherte zudem, dass sie neben Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung in vielen Fällen Steuern abführen müssen.
Viele Versicherte wollen darüber hinaus zum Beispiel gerne wissen, was sie erwarten können, wenn sie schon vor dem 67. Lebensjahr in Rente gehen würden. Darüber gibt die verschickte Renteninformation keine Auskunft. Denn sie stelle vor allem die Zahlungen ab dem Eintritt in die „Regelaltersrente“ in den Mittelpunkt, heißt es in dem Bericht ergänzend. Wer Auskünfte darüber hinaus erfragen will, kann das demnach direkt bei den Rentenkassen.
Auch sonst sollten Beschäftigte selbst aktiv werden, so der Tipp: Die gesetzlichen Rentenversicherer bieten auf Nachfrage persönliche Beratungsgespräche an, wo auch die mögliche Versorgungslücke im Alter abgeschätzt werden soll und mit den Versicherten durchgegangen wird, welche Einkünfte sie zum Beispiel aus der Betriebsrenten oder einer privaten Altersvorsorge erwarten können.
Quellen: BR.de; Deutsche Rentenversicherung