Tomáš Čvančara wird gegen den BVB auf unnötige Weise vom Feld gestellt. Sein Teamkollege Rocco Reitz äußert wegen des Platzverweises leise Kritik.
Mönchengladbach – Borussia Mönchengladbach holte am Samstagabend im Topspiel der Bundesliga ein 1:1 gegen Borussia Dortmund und damit einen Punkt. Dabei glichen die Fohlen nach einem Gegentreffer, den Jamie Gittens in der 65. Minute erzielte, aus.
Weil Pascal Groß im Strafraum Tim Kleindienst zu Fall brachte, entschied Tobias Stieler nach Eingriff des Video Assistant-Referees ein und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Kevin Stöger verwandelte im Anschluss souverän (71.). Wäre für Gladbach in der Schlussphase sogar noch mehr möglich gewesen?
Wäre ohne Čvančaras Platzverweis noch mehr möglich gewesen?
„Zum Ende hin hat uns die Gelb-Rote Karte nicht in die Karten gespielt, um noch einmal ein bisschen Druck machen zu können“, äußerte Rocco Reitz nach Abpfiff leise Kritik an Tomáš Čvančara. Letzterer wurde von Trainer Gerardo Seoane erst in der 89. Minute für Kleindienst eingewechselt. In der 94. Minute holte sich Čvančara nach einem unfairen Einsteigen gegen Marcel Sabitzer erstmal die Gelbe Karte ab.
Nur eine Minute später foulte Gladbachs Joker an der Mittellinie Nico Schlotterbeck. Referee Stieler pfiff, zeigte Čvančara zunächst aber keine Karte. Weil der Tscheche aber mit dem Ball weiterrannte und dann auch noch wild in Richtung Linienrichter Jan Seidel gestikulierte und den Ball wegschmiss, zeigte ihm Stieler daraufhin die Gelb-Rote Karte und stellte ihn vom Platz.
Für Čvančara und Borussia Mönchengladbach war dies ein unnötiger Platzverweis. Wenn es kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen Holstein Kiel geht, wird Čvančara seiner Mannschaft damit definitiv fehlen. Vor Jahresende geht es für die Fohlen danach noch gegen Hoffenheim (21. Dezember, 15.30 Uhr).