Augsburgs ungewöhnlichster Fußballer bereitet Gladbach Sorgen

Vor dem Rückspiel gegen den FC Augsburg warnt Borussia Mönchengladbach vor einem Spieler, der schon einige Ausrufezeichen gesetzt hat.

Mönchengladbach – Das Heimspiel gegen den FC Augsburg hat für Borussia Mönchengladbach einen besonderen Charakter.

Augsburg verpasste Gladbach einen Tiefschlag

Die Fuggerstädter verpassten den Fohlen am 4. Oktober 2024 eine 1:2-Niederlage und zugleich den ersten Tiefschlag der Saison. Trotz der vorherigen Pleiten gegen Bayer Leverkusen (2:3), den VfB Stuttgart (1:3) und Eintracht Frankfurt (0:2) hatten die Leistungen gegen den VfL Bochum (2:0) und Union Berlin (1:0) eine Verbesserung im Vergleich zur trüben Vorsaison versprochen, in Augsburg fühlten sich die mitgereisten Fans jedoch an so manchen Horror-Auftritt aus 2023/24 erinnert und zweifelten erneut stark an Trainer Gerardo Seoane.

Gladbach wusste gegen den FCA mit den vielen Ballbesitzanteilen wenig anzufangen, die Hausherren hingegen waren eiskalt vor dem Tor. Keven Schlotterbeck erzielte nach einem Eckball die Führung (38.), in der zweiten Halbzeit erhöhte Augsburg nach einem Konter durch Alexis Claude-Maurice (68.)

Das Tor des 26-jährigen Franzosen kam für keinen Borussen überraschend. Es ist typisch, heißt es im Fan-Umfeld, dass Bundesliga-Novizen ihr erstes Tor gegen Gladbach erzielen. Claude-Maurice feierte damals sein Liga-Debüt für Augsburg, natürlich drückte er dem Spiel dann auch seinen Stempel auf.

Allerdings konnte Claude-Maurice auch im weiteren Saisonverlauf auf sich aufmerksam machen. Beim 2:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund am 26. Oktober erzielte der Sommerneuzugang von OGC Nizza einen Doppelpack, nach dem Ehrentreffer gegen Holstein Kiel (1:5) am 21. Dezember besiegelte er den Sieg gegen Union Berlin (2:0) am 15. Januar dieses Jahres erneut mit zwei Toren.

„Richtig guter Zocker“ – Gladbach vor Claude-Maurice gewarnt

In der Augsburger Offensive stechen zumeist physische Stürmer wie Samuel Essende, Leih-Rückkehrer Mergim Berisha oder Ex-Torjäger Ermedin Demirović hervor. Claude-Maurice, der als Zehner und linker Flügelspieler einsetzbar ist, bringt hingegen ein für FCA-Verhältnisse ungewöhnliches Profil mit.

Der frühere französische U21-Nationalspieler ist dribbelstark und beweglich, erzeugt im Durchschnitt 2,65 schusskreierende Aktionen pro Spiel und steht bei durchschnittlich 2,51 eigenen Abschlüssen in 90 Minuten. „Mit Claude-Maurice haben sie einen richtig guten Zocker“, sagte Gladbachs Sport-Geschäftsführer Roland Virkus am Donnerstag. „Das soll man gar nicht so glauben bei Augsburg, aber das ist ein richtig guter Fußballer, der viele Angriffe kreiert und selber Tore schießt.“

Sportlich und finanziell war der vor Saisonbeginn getätigte Transfer ein Glücksfall. Noch im Sommer 2019 überwies Nizza 13 Millionen Euro an den FC Lorient, doch an der Côte d’Azur passte es nicht ganz für Claude-Maurice, weshalb sein Vertrag nicht über den 30. Juni 2024 hinaus verlängert worden war.

Ende August ergriff Augsburg die Chance, und nach einem Monat Anlaufzeit spielte sich Claude-Maurice in der Stammelf fest. Mit sechs Treffern ist er der Top-Torschütze der Fuggerstädter, obgleich er schon seit fünf Partien auf einen Torerfolg wartet.

Stellt Augsburg Gladbach wieder ein Bein?

Schlägt Augsburgs Dribbler ausgerechnet wieder gegen Gladbach zu? Die Fohlen-Elf geht mit Respekt und Demut in die Partie, da die Gäste in der Rückrunde erst zwei Gegentore kassiert haben.

„Man sieht schon, dass es schwierig ist, sich gegen den robusten Block durchzuspielen und Lösungen zu finden“, sagte Gerardo Seoane auf der Pressekonferenz am Donnerstag und warnte zugleich: „Sie spielen mit Initiative, mit Vertikalität und dem einen oder anderen Spieler, der das kreative Element hat.“

Auch Virkus sieht „einen Brocken“ auf Borussia zukommen. „Da musst du Geduld haben und darfst nicht zu viel riskieren.“ Denn nach Ballverlusten wittern die Augsburger ihre Chance auf einen Konter, an dessen Ende Claude-Maurice eine wichtige Rolle einnimmt. Und macht der Franzose so weiter wie bisher, könnte der Klub in absehbarer Zeit eine attraktive Ablösesumme auf dem Transfermarkt einstreichen.

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