Nicolas zur Nationalmannschaft? Gladbach-Boss hat eine klare Meinung

Moritz Nicolas beindruckt bei Borussia Mönchengladbach. Roland Virkus äußert sich zu einer potenziellen Nominierung für die Nationalmannschaft.

Mönchengladbach – Wird Moritz Nicolas schon im März ein Thema für die deutsche Nationalmannschaft? Zumindest in der Theorie bestehen für den Torhüter von Borussia Mönchengladbach Chancen.

Wird Nicolas bei der Nationalmannschaft ein Thema?

Mit Marc-André ter Stegen und Oliver Baumann fallen zwei Torhüter verletzt aus, somit wären zwei Kaderplätze neben Alexander Nübel frei. Im November 2024 komplettierte Julian Nagelsmann das Torwart-Trio mit Stefan Ortega, der in der Folgezeit neun von zwölf Premier-League-Spielen für Manchester City absolviert hat. Noch im Oktober war Ex-Gladbach-Talent Janis Blaswich nominiert worden.

fussball.news, das Fußball-Portal von IPPEN.MEDIA, hat die Frage aufgeworfen, ob Nagelsmann nicht mehr um Nicolas herumkommt. Die Nummer eins der Fohlen-Elf überzeugt auf der Linie, hat zudem sein Spiel mit Ball merklich verbessert.

Die Bild-Zeitung berichtet darüber hinaus, Nicolas werde seit Dezember vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) beobachtet. Sport-Geschäftsführer Roland Virkus ließ in einer Medienrunde am Donnerstag durchblicken, ob er dem 27-Jährigen realistische Chancen auf einen Anruf des Bundestrainers ausrechnet.

„Ich würde Mo das zutrauen und es würde mich freuen. Es wäre eine Bestätigung seiner Entwicklung. Er hat auf jeden Fall das Profil, dort spielen zu können“, sagte Virkus über Nicolas, der seinen Konkurrenten Jonas Omlin im November endgültig hinter sich gelassen hat.

„Ist ihm hoch anzurechnen“ – Seoane mit Sonderlob für Nicolas

Womöglich wird Nicolas aber noch etwas warten müssen, bis Nagelsmann vorstellig wird. „Es gibt viele Torhüter und es ist die Entscheidung des Bundestrainers“, verwies Virkus auf die Konkurrenzsituation. Auch Cheftrainer Gerardo Seoane äußerte sich zurückhaltend, als früherer Innenverteidiger maße er es sich nicht an, „den Vergleich mit anderen Torhütern zu ziehen.“

Der mittlerweile 46-fache Bundesliga-Torhüter hat in Gladbach unter Beweis gestellt, positiv mit Geduldsproben umzugehen. In der Saison 2023/24 stand Nicolas über weite Strecken der Saison zwischen den Pfosten, ehe Omlin nach seiner Rückkehr im März 2024 zur Nummer eins erklärt wurde und mit diesem Status in die Sommervorbereitung ging.

Es dauerte bis zur Wadenverletzung des Schweizers im September, ehe Nicolas die Chance am Schopfe gepackt und die endgültige Wachablösung eingeleitet hat. „Es ist Moritz Nicolas hoch anzurechnen, wie er mit der Gesamtsituation umgegangen ist“, sagt Seoane rückblickend. „Er hat die Nummer eins übernommen, dann kam Jonas zurück. Wir haben später gesagt, wir setzen auf Moritz Nicolas in der Rückrunde. Mit der Drucksituation ist er sehr gut umgegangen.“

Virkus zieht Vergleich zu ter Stegen und Sommer

In Gladbach, erläuterte Virkus, dienen ter Stegen und Yann Sommer als Musterbeispiele für die gewünschten Eigenschaften im Tor: „Sie können am Fuß das spielen, was wir wollen: hinten rausspielen, aber auch mal warten. Warum wartet ein Torwart? Damit sich Räume öffnen, dazu musst du angelaufen werden.“

Nicolas habe in diesem Aspekt Fortschritte erzielt. Überhaupt ist Virkus von der Entwicklung des Keepers angetan: „Mit jedem Spiel kommt ein gewisses Selbstverständnis dazu, er hat auch viele Zu-Null-Spiele gehabt und eine gewisse Resilienz, die er sich über die Leihen erarbeitet hat. Er ist einer von vielen sehr guten Torhütern in der Torverteidigung, bei seiner Größe ist er sehr beweglich.“

Noch im September 2023 erschienen Spekulationen über eine Einladung zur Nationalmannschaft illusorisch. Nicolas war als Nummer zwei eingeplant, verbrachte die vorausgegangenen vier Jahre bei Union Berlin, dem VfL Osnabrück, Viktoria Köln und Roda Kerkrade. Gleichzeitig ist es die Kunst eines Torhüters, da zu sein, wenn er gebraucht wird – genau das ist Nicolas gelungen.

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