Gladbach mit Torwart-Problem – Welche Optionen gibt es neben Sippel?

Nachdem Jonas Omlin vom Platz gestellt wurde, fehlt Borussia Mönchengladbach ein Torhüter. Welche Optionen hat Gerardo Seoane?

Update vom 24. Februar 2025, 17.21 Uhr: Wie Borussia Mönchengladbach am Montag verkündet hat, ist Jonas Omlin für ein Spiel gesperrt worden. Der Torwart wird somit nur die Partie gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr) verpassen.

Die Personalsorgen im Tor der Fohlen-Elf erstrecken sich lediglich auf den 24. Spieltag. Dennoch könnten sich die Verantwortlichen mit dem Szenario auseinandersetzen, nach Omlins Rückkehr in den Kader einen Nachwuchstorhüter anstelle von Tobias Sippel auf die Ersatzbank zu setzen. Welche Entscheidung das Trainerteam um Gerardo Seoane treffen wird, bleibt abzuwarten.

Erstmeldung vom 24. Februar 2025: Mönchengladbach – Wie schnell eine Luxussituation in das genaue Gegenteil umkehren kann, hat Borussia Mönchengladbach am Samstag am eigenen Leib erfahren.

Gladbach muss auf Nicolas und Omlin verzichten

Beginnend mit dem Heimspiel gegen den FC Augsburg war Jonas Omlin in den Fokus gerückt, weil Stammtorhüter Moritz Nicolas eine folgenschwere Adduktorenverletzung erlitten hat. Omlin sollte und soll bis Saisonende zwischen den Pfosten stehen, wird nach seinem Platzverweis gegen die Fuggerstädter zunächst aber pausieren müssen.

Während der Schweizer seine noch nicht kommunizierte Strafe absitzen wird, lautet die dringlichste Frage für Cheftrainer Gerardo Seoane, welchem Ersatzmann die Fohlen ihr Vertrauen schenken werden.

Die naheliegende Lösung lautet Tobias Sippel, der gegen Augsburg eingewechselt worden ist. Allerdings ist der 36-Jährige seit der vergangenen Saison die Nummer drei, damit nur in geringem Umfang an den Spielformen im Training beteiligt. Sippel selbst erklärte nach dem Spiel, er habe allen voran die Aufgabe, die anderen Torhüter zu unterstützen. Somit bringt er zwar die meiste Erfahrung, aber den geringsten Rhythmus mit.

Sippel nennt Alternativen zu sich selbst

„Wir schauen mal, wie das abläuft“, sagte Sippel mit Blick auf die kommenden Spiele. Selbstverständlich kann einer der Nachwuchstorhüter zu den Profis befördert werden, doch das hätte wiederum Auswirkungen auf die U23- und U19-Mannschaft, die selbst an den Wochenenden im Einsatz sind. „Wir müssen erst einmal schauen, wer nächste Woche da sein kann“, sagte Sippel daher.

Der Routinier nannte dennoch drei Alternativen, die an seiner Stelle das Gladbacher Tor hüten können: „Mit Maximilian Brüll, Maximilian Neutgens und Tiago Pereira Cardoso drei Jungs, die infrage kommen.“

Das sind Gladbachs Kandidaten für das Tor

Brüll, 22 Jahre alt, wechselte 2015 in den Fohlen-Stall und ist seit 2021 fester Bestandteil der U23-Mannschaft. In der laufenden Saison stehen 13 Einsätze in der Regionalliga West zu Buche, in denen Brüll 20 Gegentore kassiert und fünfmal die weiße Weste gewahrt hat. Die einzige Nominierung für den Profi-Kader erfolgte am 11. November 2022, als Jan Olschowsky nach den Verletzungen von Sippel und Yann Sommer gegen Borussia Dortmund (4:2) gefordert war und noch ein Ersatzkeeper gesucht wurde.

Neutgens, 20 Jahre alt, zählt zu den jüngeren Fohlen. Borussia hat den Nachwuchstorhüter mit niederländischen Wurzeln im Sommer 2023 von Bayer Leverkusen verpflichtet. Neutgens betreibt in dieser Saison Jobsharing mit Brüll und absolvierte zehn Spiele für die U23, in denen er sieben Gegentore kassiert und fünfmal zu null gespielt hat. Als Gladbach am Samstag mit 0:3 gegen Augsburg verloren hat, hielt Neutgens seinen Kasten gegen den SC Wiedenbrück (1:0) sauber.

Pereira Cardoso ist mit 18 Jahren der jüngste der genannten Torhüter, eines hat er Brüll und Neutgens aber voraus: Neben Niklas Swider und Kilian Sauck war er einer von drei Nachwuchsspielern, die das Sommertrainingslager in Rottach-Egern absolviert haben.

Der Luxemburger mit portugiesischen Wurzeln wechselte 2022 von CS Fola in den Fohlenstall und stieg vor Saisonbeginn zum Mannschaftskapitän der U19 auf. Hinzu kommt: Pereira Cardoso ist bereits A-Nationalspieler. Am 9. Juni 2023 feierte der Teenager in einem Freundschaftsspiel gegen Malta sein Debüt für Luxemburg, im November absolvierte er die Nations-League-Spiele gegen Bulgarien und Nordirland.

Bei der Nationalmannschaft spielt Pereira Cardoso mit Yvandro Borges Sanches zusammen, der in Gladbach weiterhin auf den Durchbruch wartet und vom Verletzungspech verfolgt ist.

Gladbach steht vor kniffliger Aufgabe

Da die Torwart-Frage nicht nur davon abhängt, wer bei den Profis aushelfen kann, sondern auch davon, welche Alternativen dem Nachwuchs übrig bleiben, steht Gladbach vor einer kniffligen Aufgabe. „Zwei werden auf jeden Fall mitfahren“, sagte Sippel.

Vorstellbar ist eine Variante mit einem der U23-Torhüter und Pereira Cardoso. So ständen der Zweitvertretung Brüll oder Neutgens und Florian Dimmer zur Verfügung, während die U19 auf Lindsay Gutaj und Benjamin Becker zurückgreifen könnte.

Womöglich wird auch nach Omlins abgesessener Sperre ein Nachwuchskeeper im Profi-Kader stehen, um bei einem erneuten Ausfall einsatzbereit zu sein – es sei denn, Seoane vertraut in diesem Fall weiter auf Sippel.

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