Welches Jobticket nutzt Joachim Löw für die WM 2026?

Joachim Löw wünscht sich eine Teilnahme an der WM 2026. Doch für welche Nationalmannschaft könnte er arbeiten?

Frankfurt am Main – Joachim Löw wurde 2004 Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft und übernahm nach der Heim-Weltmeisterschaft 2006 den Job als Bundestrainer. Es folgten zahlreiche erfolgreiche Turniere mit der Krönung bei der WM 2014 in Brasilien: Deutschland schlug im Finale Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung.

WM 2018 und EM 2021 verliefen für Joachim Löw enttäuschend

Nach diesem Triumph ging es mit der deutschen Nationalmannschaft stetig bergab, neben dem Aus in der Vorrunde bei der WM 2018 folgte auch bei der EM 2021 eine Enttäuschung, als bereits im Achtelfinale gegen England Schluss war. Löw hatte bereits im Vorfeld des Turniers angekündigt, den Job als Bundestrainer nach dem Turnier aufzugeben. In späteren Interviews räumte er ein, spätestens nach der WM 2018 hätte er zurücktreten sollen.

Nun hat sich Löw regeneriert. Es gibt immer wieder Gerüchte um ein Comeback des Badeners bei diversen Klubs in England und der Türkei. Sogar als Notlösung beim FC Bayern und Borussia Dortmund wurde er zwischenzeitlich genannt.

Ex-DFB-Trainer Löw: „WM 2026 ist ein Ziel von mir“

Doch seit Monaten schreiben jene Journalisten, die Löw gut kennen, dass der Erfolgscoach liebend gerne eine Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko betreuen wolle. In einer ARD-Dokumentation zu seinem 65. Geburtstag betonte Löw nun in dieser Woche selbst: Ja, er habe den Traum, an der WM 20026 teilzunehmen. „Die WM 2026 ist ein Ziel von mir. Wenn ein Verband kommt, dann werde ich da nicht schon in Rente für alle Ewigkeit sein“, sendete Löw seine Jobbotschaft aus.

Bleibt nur die Frage: Welche Nationalmannschaft matcht mit Löw? Welcher Verband hat überhaupt einen Platz für Löw frei? Bei den Favoriten und Topteams sieht es derzeit eher schlecht für ihn aus. Ein Überblick:

Topteams haben keine Plätze für Löw frei

Weltmeister Argentinien, zugleich die Nummer eins der FIFA-Weltrangliste, setzt auf Erfolgscoach Lionel Scaloni.

Bei Frankreich hört Legende Didier Deschamps erst nach der WM auf.

Europameister Spanien geht natürlich mit Champion Luis de la Fuente ins Rennen.

England hat gerade Ex-FC-Bayern-Coach Thomas Tuchel verpflichtet.

Belgien berief nun Rudi Garcia zum neuen Nationaltrainer, nachdem Domencio Tedesco entlassen worden war.

Ebenfalls haben die Topteams Brasilien (Dorival Junior, 2024) und Portugal (Roberto Martinez, 2023) neue Coaches berufen.

Auch Gastgeber USA hat erst kürzlich Starcoach Mauricio Pochettino zum Nationalcoach ernannt.

Italien setzt weiter auf Luciano Spalletti, auch wenn bei der EM schon das frühe Aus im Achtelfinale erfolgte.

Kurz gefasst: Die Trainerplätze bei allen Topteams sind auf absehbare Zeit wohl belegt. Einzig in Uruguay soll es Stress zwischen Spielern und dem argentinischen Nationaltrainer Marcelo Bielsa geben – wie es ausgeht, bleibt offen.

Afrika-Cup findet 2025 statt – eine Chance für Löw?

Ein großes Nationenturnier findet Ende 2025 noch mit dem Afrika-Cup statt. Gut möglich, dass ein Team, das die Erwartungen nicht erfüllt, seinen Coach entlässt. Marokko beispielsweise ist WM-Vierter und Gastgeber des Turniers. Eine gute Performance von Trainer Walid Regragui und seinem Team ist Pflicht, sonst könnte es mit der WM-Teilnahme des Erfolgstrainers eng werden.

Heruntergebrochen auf Löw bedeutet das: Es bleiben voraussichtlich nur Außenseiterteams für ihn übrig. Einer der 48 Teilnehmer, für den es vielleicht schon ein Erfolg ist, das Achtelfinale oder mit viel Glück das Viertelfinale zu erreichen. Reicht diese Ambition dem einst erfolgsverwöhnten Joachim Löw aus?

Auch Klinsmann schraubte Ansprüche herunter

Ein Blick auf seinen Vorgänger im Amt als Bundestrainer könnte eine Antwort darauf geben. Jürgen Klinsmann, Bundestrainer bei der WM 2006, coachte im Anschluss die USA und Südkorea. Gute Teams, aber keine Nationen, die um den WM-Titel mitspielen können. Löw droht ein ähnliches Szenario. Aber womöglich ist er zu Abstrichen bereit, um 20 Jahre nach seinem WM-Debüt erneut am größten Fußball-Wettbewerb der Welt teilzunehmen.

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