Aurèle Amenda steht kurz vor seiner Wiederaufnahme nach einer langen Verletzungsunterbrechung. Wird der Defensivspieler im Jahr 2025 endlich unverzichtbar?
Frankfurt - Aurèle Amenda erlebte bei seinem Ländespieldebüt für die Schweiz Lust und Frust innerhalb kürzester Zeit. Der Abwehrspieler durfte am 15. November vergangenen Jahres erst seine Premiere im Nationaltrikot feiern. Anschließend kam die Hiosbotschaft: Syndesmosebandriss. Inzwischen tastet sich der 1,97 Meter große Innenverteidiger bei Eintracht Frankfurt wieder Schritt für Schritt heran.
Amenda freut sich auf seine Rückkehr
Die Laune von Amenda ist dementsprechend wieder deutlich besser. Der 21-Jährige sagte im Gespräch mit Eintracht TV: „Ich kann es kaum erwarten, mit dem Team zu trainieren, Spaß zu haben und bald wieder im Stadion zu spielen.“ Die Operation sei seine bislang erste der Karriere gewesen: „Das war keine einfache Zeit. Aber meine Mitspieler, der Staff und vor allem meine Familie haben mir geholfen. Dadurch bin ich positiv geblieben und habe hart in der Reha an meinem Comeback gearbeitet.“
Amenda stand in Pflichtspielen bislang erst 167 Minuten auf dem Platz. Wird er in der Rückrunde noch zu einer Art „Geheimwaffe“ für Trainer Dino Toppmöller? Bislang konnte der fast vergessene Eintracht-Star sein Potenzial erst andeuten. Dabei bringt Amenda so viele Qualitäten mit: Größe, Zweikampfstärke, einen guten Spielaufbau. Zudem ist noch nicht klar, wie es über den Sommer hinaus bei Tuta weitergeht.
Tuta-Zukunft: Krösche hat mit Amenda schon vorgebaut
Der Brasilianer war in der Hinrunde in überragender Verfassung, verletzte sich dann aber am Jahresende. Tuta läuft der Musik seitdem etwas hinterher. Und es stellt sich die Frage: Verlängert er seinen 2026 auslaufenden Vertrag? Sollten die Verhandlungen scheitern, wird Sportvorstand Markus Krösche einen ablösefreien Abgang verhindern und im Fall der Fälle einen Verkauf anstreben. Toppmöller könnte daher schon in den kommenden Monaten versuchen, Amenda näher an die zu erwartenden Herausforderung heranzuführen.
Einer seiner Tippgeber spielte ebenfalls vier Jahre (2019 bis 2023) für die Frankfurter: Djibril Sow. Der Europa-League-Held zog 2023 weiter zum FC Sevilla. „Ich habe mit Djibi geschrieben. Er ist ein Vorbild für mich“, erklärte Amenda. Sow sei zu Beginn seiner Zeit ebenfalls verletzt gewesen und habe etwas Zeit benötigt, bis er wichtig wurde: „Ich kann von ihm viel mitnehmen. Djibi kam auch stärker zurück.“ Genau auf diesen Effekt setzt auch Amenda.
Amenda ist Eintracht im Gesamtpaket rund 14 Millionen Euro wert
Krösche hat für den Abwehrmann den Sockelbetrag in Höhe von neun Millionen Euro an YB Bern überwiesen, durch Boni kann diese Summe noch um fünf Millionen Euro steigen. Amenda ist noch langfristig bis 2029 an die Frankfurter gebunden. Für ihn geht es jetzt darum, vollständig in Deutschland anzukommen, das schwierige Jahr 2024 (musste parallel noch Wehrdienst in der Schweiz absolvieren) abzuschütteln und sportlich durchzustarten.