Mit Blick auf die kommende Saison könnte sich bei Borussia Mönchengladbach ein Umbruch anbahnen. Sechs Spieler stehen wohl auf dem Prüfstand.
Mönchengladbach – Die 1:5-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg hat aufgezeigt, dass Borussia Mönchengladbach Qualität in der Kaderbreite fehlt. Doch die ist ohne Geld nicht herzustellen - und die Mittel sind am Niederrhein begrenzt.
Gladbach stellt offenbar einen Transferplan für den Sommer auf
Laut eines Berichts des Magazins Sport Bild soll das Transferbudget von Borussia derzeit etwa sechs Millionen Euro umfassen. Damit wäre ein Winter-Transfer des ins Spiel gebrachten Jan-Niklas Beste von Benfica mutmaßlich nicht zu stemmen. Genauso steht die Frage im Raum, welchen Handlungsspielraum der Klub im Sommer haben wird.
Wie berichtet wird, plane Gladbach die Verpflichtung eines Innenverteidigers und eines Flügelspielers. Die anhaltenden Spekulationen um Kevin Diks vom FC Kopenhagen erscheinen nachvollziehbar, da der Abwehrspieler im Sommer ablösefrei zu haben ist und das Handgeld geringer ausfallen dürfte als eine etwaige Ablösesumme.
Um weitere Deals unter Dach und Fach zu bringen, seien wie in den Vorjahren Einnahmen über Transfers erforderlich. In diesem Kontext nennt Sport Bild bis zu sechs Kandidaten, die auf der Streichliste stehen oder dort landen könnten.
In Gladbach bahnt sich ein Abwehr-Umbruch an
Zunächst sei ein Abgang in der Innenverteidigung geplant, wobei Borussia in einem Dilemma stecke. So soll nur einer der beiden Stammspieler Ko Itakura und Nico Elvedi transferiert werden. Sport-Geschäftsführer Roland Virkus verriet im Dezember, mit der Itakura-Seite über einen neuen Vertrag zu sprechen, einfach gestaltet sich eine Einigung dem Vernehmen nach aber nicht. Elvedi, so das Magazin, träume weiterhin von einem Wechsel ins Ausland, der 2023 und 2024 nicht zu Stande gekommen ist.
In der Abwehr sollen die Hoffnungen zudem auf einem Verkauf von Rechtsverteidiger Joe Scally ruhen, der im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko auf den Sprung zu einem Top-Klub hoffe. Zu einem Verkaufskandidaten könne zudem Luca Netz avancieren, sollte der Linksverteidiger in seiner Entwicklung trotz der von Gerardo Seoane betonten Fortschritte stagnieren, da sein Vertrag im Sommer 2026 ausläuft.
Neuhaus und Omlin vor dem Absprung?
Während in Bezug auf die Gerüchte um einen Winter-Abschied von Nathan Ngoumou erläutert wird, der Franzose dürfe schon jetzt gehen, werde in seiner Heimat wohl aber erst im Sommer ein Thema, sollen laut Sport Bild zwei prominente Bankdrücker gehen können. Neben Florian Neuhaus, der auch in der zweiten Saison unter Seoane keine Rolle spielt, wird Mannschaftskapitän Jonas Omlin genannt.
Der Schweizer Torhüter kam im Januar 2023 aus Montpellier und trat in die Fußstapfen von Yann Sommer. Infolge mehrerer Verletzungen hat Moritz Nicolas ihm den Rang abgelaufen und seinen Stammplatz mit Spitzenleistungen gegen 1899 Hoffenheim (2:1) und den FC Bayern (0:1) untermauert. Da Omlin den Anspruch haben dürfte, regelmäßig zu spielen, wirkt ein Abgang vorstellbar. Ob dieser vollzogen werden wird, bleibt dennoch abzuwarten.