Zuletzt auf der Bank: Wie Sander seine Rolle in Gladbach einordnet

Nach seinem Antritt bei Borussia Mönchengladbach formulierte Philipp Sander Ambitionen. Heute findet er sich meistens auf der Bank wieder.

Mönchengladbach – „Ich bin nicht gekommen, um einen Bankplatz warmzuhalten. Das ist meine Ambition und wird auch von mir erwartet“. Mit diesen Worten blickte Philipp Sander im Juni gegenüber Sport Bild auf seinen Auftakt bei Borussia Mönchengladbach.

Sander erlebt in Gladbach „eine sehr lehrreiche Zeit“

Der vorherige Mannschaftskapitän von Holstein Kiel war mit großen Plänen an den Niederrhein gewechselt. Das Ziel lautet, sich in der Bundesliga zu etablieren. Mit Startelfeinsätzen gegen Bochum, Stuttgart, Union Berlin und Augsburg vermochte der Durchbruch scheinbar zu gelingen, mittlerweile aber findet sich Sander häufig auf der Bank wieder.

Der 26-Jährige ist neben Kevin Stöger einer von zwei Härtefällen bei Borussia. An Julian Weigl und Rocco Reitz führt kein Weg vorbei, da erstgenannter als Vizekapitän und Drahtzieher im Mittelfeld unersetzlich ist und Reitz mit seiner aggressiven Gangart und einem guten Gespür im letzten Drittel Pluspunkte sammelte.

Für Sander, der sich im Regelfall etwas tiefer positioniert als Reitz und mehr für Kontrolle steht, blieb da nur die Joker-Rolle. Auch, weil der Schritt von der 2. Bundesliga in die Bundesliga groß ist.

„Es war und ist nach wie vor eine sehr lehrreiche Zeit. Die Qualität, das Tempo und die Intensität des Verteidigens sind insgesamt höher“, reflektiert Sander im Interview mit Vereinsmedien die vergangenen Monate. „Je nachdem, in welcher Zone du dich auf dem Platz befindest, hast du weniger Zeit, Entscheidungen zu treffen. Gerade rund um den gegnerischen Sechzehner geht es enger und intensiver zur Sache.“

Sander schätzt Situation bei Borussia sachlich ein

Sander ist in einem Lernprozess, die Umgewöhnung an die Bundesliga ist noch im Gange. Der Ex-Kieler blickt nüchtern und realistisch auf die Konkurrenzsituation in Gladbach, ohne Groll zu hegen: „Mir war bewusst, dass ich bei der Borussia nicht sofort gesetzt sein werde. Das ist auch vollkommen in Ordnung.“

Es herrsche „ein gesunder Konkurrenzkampf, der uns alle drei besser macht, weil jeder weiß, dass es jemanden gibt, der gerade auch spielen möchte“, empfindet Sander, der auch weiß: „Jule Weigl und Rocco Reitz haben in den vergangenen Wochen gute Leistungen gezeigt, und die Mannschaft hatte Erfolg. Daher gab es für den Trainer keinen Grund, etwas zu verändern.“

Dennoch „scharre ich mit den Hufen und warte auf meine Chance“, die am Wochenende ausgerechnet gegen die Kieler Störche winkt. Im Heimspiel gegen den Ex-Klub am Samstag (15.30 Uhr) wird Weigl gesperrt fehlen - und da Neuhaus nach einer Oberschenkelverletzung zum Wochenauftakt im Aufbautraining war, ist Sander die naheliegende Alternative.

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